Pressemitteilung vom 23.01.2009
Am 1. August 2008 startete das Verbundprojekt PROPEDES - PREDICTIVE PEDESTRIAN PROTECTION AT NIGHT (FKZ 13N9750 – 13N9754). Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit ca. 5 Millionen Euro über die nächsten drei Jahre im Förderschwerpunkt „Innovationsallianz Automobilelektronik“ gefördert und stellt das erste E|ENOVA Projekt dar. Das BMBF stellt diese Fördermittel für PROPEDES im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung zur Verfügung mit dem Ziel, durch die Förderung dieses Forschungsprojektes einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Verkehrsunfälle mit Fußgängern zu leisten.
Im Straßenverkehr verunglückten im Jahr 2007 über 34.000 Fußgänger, davon knapp 700 tödlich. Insbesondere im städtischen Bereich ist fast jeder zweite Unfalltote bei Dunkelheit ein Fußgänger. Vor allem nachts und unter schlechten Sichtverhältnissen können Fahrerassistenzsysteme im Auto helfen, die Sicherheit von Fußgängern und Fahrzeuginsassen zu erhöhen. PROPEDES stützt sich auf die Ergebnisse des BMBF-Vorgängerprojekts NIRWARN (FKZ: 01M3157) und hat zum Ziel, ein „Vorausschauendes Kfz-Nachtsichtsystem für Fußgängerschutz, basierend auf einem Verbund von bildgebenden Umfeldsensoren“ zu realisieren. Dabei werden Infrarot- und Radar-Daten unterschiedlicher kamerabasierter Umfeldsensoren kombiniert und gemeinsam ausgewertet. Diese Datenfusion sorgt für eine Personenerkennung mit hoher Erfolgsquote, auch bei Nacht. Im Projekt werden Konzepte für einen leitungsstarken Fahrzeugrechner für Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme erarbeitet mit hardwareunterstützten Bildverarbeitungs-Algorithmen. Die Projektergebnisse werden zum Abschluss des Projekts im Juli 2011 in einem Versuchsfahrzeug demonstriert. Die Ergebnisse sollen in die Produktentwicklungen der beteiligten Partner einfließen.
An den Forschungsarbeiten für PROPEDES sind die Daimler AG, die Robert Bosch GmbH, die Freescale Halbleiter Deutschland GmbH, die Pro Design Electronic GmbH und das Steinbeis Innovationszentrum Embedded Design und Networking (sizedn) beteiligt. Die Robert Bosch GmbH in Leonberg ist Projektkoordinator.
Journalistenkontakt:
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